September 13, 2021

Mama, Papa nicht schreien – Warum dich ein Wutanfall deines Kindes so triggert

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Warum macht es Dich so wütend, wenn dein Kleinkind einen Wutanfall hat? Was löst es in Dir aus? Vielleicht bist Du selbst auch schon echt verzweifelt, weil Du selbst immer wieder so sauer wirst, wenn dein Kind aus dir unerklärlichen Gründen wütet und trotzt wie ein kleines Rumpelstilzchen. Schließlich bist auch Du nur ein Mensch. Du weißt, es macht es nicht extra und trotzdem spürst Du, wie deine Geduld so langsam am Ende ist und es in Dir brodelt.

Häufig liefern dafür die oft benannten Glaubenssätze und Lebensbotschaften, die wir so aus der eigenen Kindheit mitbringen, die Gründe dafür. Oder hinter unserer Wut steckt ein anderes Gefühl, wie Angst vor der Reaktion anderer. Fakt ist: Dein Kind ist niemals Ursache der Wut, sondern höchstens Auslöser.

Das erfährst du in dieser Folge

  • Woher kommen all die negativen Gefühle? Warum bist du so wütend?
  • Was geht dabei in dir/in deinem Gehirn vor?
  • Wie kannst du mit der eigenen Wut umgehen?

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Du bist nicht allein damit!  

  • Es geht uns allen so, dass es Kleinkindern unbewusst gelingt, uns aus der Fassung zu bringen. 
  • Wir werden dadurch mit unseren tiefsten, negativen Gefühlen konfrontiert oder sie werden in uns ausgelöst. Das Verhalten unseres Kleinkindes kann die Dämonen aus der Vergangenheit hervorlocken. 
  • Keiner von uns ist frei von Kränkungen, Enttäuschungen und Verletzungen aus der eigenen Biografie. Im Alltag, wenn alles normal läuft und funktioniert, haben wir diese Schürfwunden unserer Seele gut verarztet und weggepackt. Sie machen sich nicht bemerkbar und gehören zu uns und unserer Persönlichkeit wie auch all die schönen Seiten des Lebens. 
  • In manchen Situationen wie bei einem Streit oder eben auch einem Wutanfall unseres Kindes kann es sein, dass diese Wunden wieder aufbrechen und sich den Weg nach außen suchen. 
  • Doch es können auch ganz banale Situationen sein, die diese Gefühle entfachen. Das Verhalten des eigenen Kindes kann dann wie ein Katalysator Gefühle von früheren schmerzlichen Erfahrungen hervorrufen. 

Du kleckerst und dein Kind lacht? Plötzlich spürst Du Wut?

  • Oder Dir fällt etwas runter, es zerbricht und dein Kind geht salopp mit der Situation um. 
  • Plötzlich spürst Du Wut, doch wenn Du noch tiefer in Dich hineinhorchst, ist da vielleicht nicht nur Wut, sondern auch Verletzung, Enttäuschung und Demütigung.
  • Es kann sein, dass durch die Reaktion deines Kindes in Dir eine frühere Erinnerung an eine demütigende Situation und damit einhergehende Verletzung, Kränkung ausgelöst wurde. 
  • Dann erinnerst Du dich allerdings nicht bewusst, sondern fühlst einfach nur plötzlich Ärger, Wut, Verletzung. 
  • Rational betrachtet gibt es wirklich keinen Grund, auf das Verhalten deines Kindes beleidigt zu reagieren. Dein Kind kann die Situation noch gar nicht überblicken. Vielleicht war sein Lachen unangebracht, da nun z.B. dein Lieblingsshirt ruiniert ist, aber diese Übersicht hat es in dem Alter noch nicht. 
  • Eine andere Erklärung für deine Wut gegenüber deinem Kind kann auch in deinen Erwartungshaltungen vergraben liegen: Welche Erwartung hast du an das Verhalten deines Kindes? Wie soll es - deiner Ansicht nach - gerade sein? 
  • Wenn dein Kind längere Zeit zum Anziehen braucht, aus deiner Sicht also “trödelt” und du spürst in dir Wut hochsteigen. Was könnte dahinterstecken? Hast du vielleicht Angst, zu spät zu kommen? Andere könnten denken, du hast dein Leben nicht im Griff? Hast du die Vermutung, dein Kind macht extra langsam, um dich zur Weißglut zu bringen? Hast du die Erwartung, jetzt schnell loszugehen? Diese Erwartung könnte mit dem Temperament deines Kindes clashen, dass einfach Stück für Stück in seinem Tempo ganz achtsam seine Socke anzieht. 
  • Doch trotzdem verdient dein Kind es dann nicht, mit deiner Wut konfrontiert zu werden. Denn das ist DEIN Thema.

Doch was passiert bei einem Wutanfall und Kränkung in deinem Gehirn? 

  • Der rationale Teil des Gehirns, der Neokortex, pausiert während starker Emotionen. Jetzt, in einer ruhigen entspannten Situation, kannst Du mir wahrscheinlich folgen. Du wirst mir sicher zustimmen, dass die genannte Situation an sich wirklich nicht dramatisch war. 
  • Doch es kann sein, dass Du beim nächsten mal trotz des Wissens innerlich erneut explodierst, weil wie gesagt, der rationale Teil des Gehirns, pausiert.
  • Denn der emotionale, evolutionär älteste Teil deines Gehirns, das limbische System, arbeitet ziemlich zuverlässig und dominiert!
  • Das passiert bei Kindern während eines Wutanfalls und geschieht genauso bei uns Erwachsenen. 
  • Du kannst in solchen Stresssituationen nicht mehr rational wahrnehmen, dass dein Kind nicht mit Absicht versucht, Dich zu demütigen! 

Wie kannst Du mit deiner eigenen Wut also umgehen?

  • Das Wichtigste zuerst: Dein Kind hat noch keine Wahl zwischen Reaktionen, aber wir Erwachsenen haben eine Wahl! Auch wenn es schwer fällt: Es ist unsere Verantwortung, ein Kind nicht impulsiv anzubrüllen. 
  • Doch ich kenne das ja selbst: Manchmal bricht der Zorn aber einfach aus uns heraus. Es schadet Kindern nicht, wenn Du dich selbst authentisch mit deinen Gefühlen zeigst. Auch wenn dies bedeutet, dass Du mal schreist. 
  • Aber es schadet Kindern, beleidigt und gedemütigt zu werden oder wenn ihr eine Situation nach einem Wutausbruch deinerseits nicht gemeinsam wieder auflöst.
  • Wenn Du dich wieder beruhigt hast, entschuldige Dich ehrlich bei Deinem Kind für deine Reaktion. So lernt Dein Kind, dass auch Du nicht unfehlbar bist, aber dass Konflikte beigelegt werden können.

Was kannst Du also dann tun?

Verzeih’ Dir selbst! Jeder von uns trägt schmerzliche Erinnerungen in sich, die manchmal zu Überreaktionen führen können.

Was hilft, um eigene Wutanfälle zu analysieren:

  1. Reflektiere nochmal für dich, was zu dieser Situation geführt hat.
  2. Welches Gefühl verbirgt sich hinter der Wut, die den Ausbruch ausgelöst hat? Angst? Kränkung? Scham? Enttäuschung?
  3. Was will deine Wut dir sagen? Was steht hinter der Wut?
  4. Gibt es ein früheres Erlebnis, dass ähnliche Gefühle ausgelöst hat? Das Kind ist nicht die Person, die Dich in der Vergangenheit verletzt hat!
  5. Wenn Du dich an ein Ereignis erinnerst, dass Dich hat ähnlich fühlen lassen: Habe Mitgefühl mit Dir. Es war unfair, so behandelt worden zu sein. Aber dann: Verzeihe. Lasse los. Jede Mutter, jeder Vater handelt so, wie er/sie es in dem Augenblick am besten kann.

Ich helfe dir deine alten Glaubenssätze abzuschütteln

  • Durch die rationale Analyse, warum Du mit Wut auf dein Kind reagiert hast und warum Du dich zum Beispiel gekränkt gefühlt hast, wirst Du in zukünftigen Situationen besser damit umgehen können.
  • Die eigenen Gefühle haben einen großen Einfluss auf viele Probleme, denen wir beim Begleiten des Aufwachsens unserer Kinder begegnen. Wie gesagt: innere Glaubenssätze, die z.B. auch aus wiederkehrenden Kränkungen resultieren, machen dabei einen großen Teil aus. 
  • Manchmal kann es schwierig sein, sich dieser Glaubenssätze bewusst zu werden und vor allem, dann daran zu arbeiten. Wenn du in deiner Kindheit ebenfalls gelernt hast, unangenehme Gefühle eher zu unterdrücken, dann ist mein Onlinekurs “Kleine Menschen mit großen Gefühlen - Gefühlsstürme gemeinsam meistern” genau das Richtige für dich. Denn hier bekommst du Unterstützung mit den Wutanfällen deines Kindes gelassen umzugehen und dich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren.
  • Schreib dich jetzt auf die Warteliste und sichere dir den exklusiven Bonus!
  • Ich freue mich auf dich im Kurs!


Deine Annika

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Hi, ich bin Annika, Expertin für frühkindliche Entwicklung und Spezialistin für die Beratung von Familien. Ich zeige dir, wie du dein Kind friedlich und bedürfnisorientiert durch die Autonomieentwicklung ("Trotzphase") begleitest.

Bedürfnisorientiert. Selbstbestimmt. Ganzheitlich.

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