August 29, 2022

Plötzlich ist da Wut… Wieso die Autonomiephase häufig so plötzlich kommt

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Manche Fragen erreichen mich immer wieder:

  • Wutanfall bei Baby 10 Mon?
  • Trotzphase schon mit 11 Monaten?

Wann fängt das eigentlich an, dass Kinder Gefühlsstürme haben und in die “Trotzphase” kommen? Es kommt gefühlt über Nacht und ziemlich plötzlich. Ich bevorzuge übrigens den Begriff “Autonomieentwicklung”. 

Das erfährst du in dieser Folge:

  • Wann gehts los mit der Autonomieentwicklung?
  • Was passiert in der Autonomieentwicklung?
  • Welche Gründe gibt es für Wutanfälle und Gefühlsstürme?
  • Was ist vielleicht auch unser Anteil daran?

Du willst mehr?

Der 4. Durchgang von “Kleine Menschen mit großen Gefühlen” startet am 28.09.2022 

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Inhalt:

Manche Fragen erreichen mich immer wieder:

  • Wutanfall bei Baby 10 Mon?
  • Trotzphase schon mit 11 Monaten?
  • Wann fängt das an? 

Wir klären heute genau diese Fragen:

  • Wann gehts los mit der Autonomieentwicklung?
  • Was passiert in der Autonomieentwicklung?
  • Welche Gründe gibt es für Wutanfälle und Gefühlsstürme?
  • Was ist vielleicht auch unser Anteil daran?
  • Autonomieentwicklung startet ab Geburt
  • Rund um den ersten Geburtstag sind schon starke Gefühle möglich, meist können diese aber auch schnell aufgefangen werden
  • In dem Alter sind die starken Gefühle meist darauf begründet, dass ein Wunsch nicht schnell genug erfüllt wird (ich sage hier bewusst Wunsch und nicht Bedürfnis, denn ich denke da an so Sachen wie: Ich will unbedingt den Löffel halten, den Mama oder Papa da haben)

Doch dann, meist so mit 18 Monaten oder rund um den 2.Geburtstag kommt es plötzlich geballt:

Die Autonomieentwicklung erreicht ihren Höhepunkt rund um den 2. Geburtstag

Ich tue mich mit Altersangaben sehr schwer, denn nicht jeder Wutanfall lässt sich in diese „Phasen“ einsortieren und es birgt auch eine Gefahr des „Abtuns“. Man neigt dann vielleicht dazu zu denken, „Ach, das ist nur die Trotzphase“. Aber dieser Gedanke oder das Wissen darum macht die Hilflosigkeit des Kindes in dem Moment doch nicht weniger schlimm oder schmerzhaft. Die Gefühle, die die Kinder da überrennen, sind bei vielen unheimlich stark!

  • der eigene Wille erwacht und dem Kind wird immer mehr bewusst, dass es ICH und DU gibt.
  • Ich habe eine Idee und du hast vielleicht eine andere Idee, wie die Dinge zu laufen haben.
  • Kinder sind in dieser Phase nicht mehr in der Lage die Situation zu überblicken oder zu kontrollieren und ihre Welt gerät aus den Fugen.
  • Das ist der Punkt, an dem viele Eltern überrascht sind, WIE STARK die Gefühle des eigenen Kindes sein können und wie plötzlich diese Äußerungen kommen.
  • Kinder wollen selbstständig werden und gleichzeitig ist das ganz schön beängstigend.
  • Sie gehen immer mehr eigene Wege und stoßen dabei immer wieder auf „natürliche“ Grenzen. 
  • Und natürlich machen wir Eltern nicht alles so, wie unsere Kinder sich das vorstellen und das ist im Übrigen auch voll ok! 

Aber gleichzeitig ist das auch oft der Punkt, an dem Eltern - wenn es stressig wird und die Gefühlsstürme geballt kommen - irgendwann mal laut werden.

Eltern fangen an, zu schimpfen und zu schreien, obwohl sie das nicht möchten

  • doch eigentlich wollten wir genau das nicht.
  • denn wir wissen ja: den eigenen Willen zu entwickeln ist unheimlich wichtig. 
  • Entscheidungen treffen, Dinge ausprobieren, eigene Ideen zu verfolgen, vllt kleine Aufgaben zu übernehmen.
  • Alle Gefühle, die damit verbunden sind, auch wenn es frustrierende Gefühle sind, sind wichtig.
  • Und auch, wie wir, als engste Bezugspersonen, auf diese WIllensbekundungen und Gefühlsäußerungen reagieren, ist unheimlich wichtig.
  • denn im Kontakt mit uns lernen Kinder, wie die Welt funktioniert. Wie wichtig ihr Befinden, ihre Bedürfnisse und ihre Meinung ist und wie man vielleicht auch Kompromisse aushandelt.

Was Kinder in der “Trotzphase” lernen

  • Sie lernen außerdem noch:
    • Gefühle zu fühlen, in Worte zu fassen und auszudrücken (etwas, dass vielen Erwachsenen schwer fällt…).
    • sie lernen, dass sie mit ihren Gefühlen angenommen sind und dass sie bedingungslos geliebt werden, nicht trotz sondern MIT ihrer Wut, mit Schreien, Toben, um sich schlagen.
    • Dass Konflikt- und Problemsituationen zum Leben dazu gehören und man gemeinsam Lösungen finden kann.
    • Dass es sich richtig gut anfühlt, selbstwirksam eigene Erfahrungen zu machen.
    • Auch wenn das nicht immer ganz einfach ist und manchmal auch Schmerz und Enttäuschung dazu gehören. 

Ist ja alles schön und gut, aber warum kommt das so plötzlich?!

Manchmal kommen Lern- und Entwicklungsschritte gefühlt über Nacht. Plötzlich sieht das Kind viel älter und größer aus. Plötzlich tut es etwas ganz neues, z.B. motorisch, was es vorher noch nie gemacht hat. Oder es spricht Worte, die du noch nie gehört hast.

Was dem allen vorausgeht, passiert innerlich: Kinder beobachten uns den ganzen Tag, gucken sich ab, was wir wie tun und wollen auch tun, was wir tun. Und da fängt oftmals die Problematik an.

  • es gelingt ihnen nicht so, wie wir es machen (beispiel Reisverschluss).
  • wir hindern sie dran (Beispiel schnell losgehen und keine Zeit haben, etwas selbst machen zu lassen).
  • wir nehmen unsere Verantwortung zum Schutz wahr und ihnen fehlt der Überblick, warum was wichtig ist (Zähne putzen, Straßenverkehr,..).

Es ist ein ständiges Wechselspiel zwischen dem Drang, Dinge selbst zu machen und der unbefriedigenden Erkenntnis der eigenen Unfähigkeit.

Auf dieses Spannungsfeld musst Du feinfühlig reagieren, denn nur so kann Dein Kind selbstwirksam sein und selbstbewusst die Welt erobern, ohne sich von Misserfolgen oder Demütigungen entmutigt zu fühlen. Für die Kinder ist es während der Autonomiephase wichtig, eine gewisse Frustrationstoleranz zu entwickeln: „Ich bin trotzdem wertvoll, auch wenn ich wütend bin, weil mir etwas nicht gelingt.“ Dieses Gefühl entsteht nur dann, wenn da jemand ist, der diese Gefühlsstürme mit mir durchsteht. Der mir die Wut nicht abnimmt, aber gemeinsam da durchlenkt.

Das dauert zwar seine Zeit, aber in der Autonomiephase werden dazu die Grundsteine gelegt.

Wie können wir in der Autonomiephase Grenzen setzen?

  • Grenzen gibt es überall im Leben. Und bei vielen von uns lösen Grenzen immer noch starke Gefühle aus, wenn wir merken, dass wir Dinge nicht beeinflussen können. Unsere Aufgabe ist es, den Kindern einen Weg zu zeigen, wie sie mit diesen starken Gefühlen umgehen können.
  • Es kommt also gar nicht von heute auf morgen. Entwicklung findet jeden Tag statt und wenn wir unsere Kinder genau beobachten, merken wir immer wieder kleine Veränderungen im Spiel, in den Fähigkeiten, in den Äußerungen, in der Mimik,...
  • Schwierig wird es halt manchmal genau dann, wenn wir Erwachsenen auch gerne an unseren Gewohnheiten und Routinen festhalten möchten.
  • Kompromissbereitschaft wird häufig von Kindern eingefordert. Aber nun haben sie auch eigene Ideen. Wieso sind nicht wir Erwachsene einfach mal kompromissbereiter? Viele Erwachsene wollen einfach ihren Willen durchsetzen 😉
  • Ihr müsst nicht immer pädagogisch perfekt und wertvoll handeln! Kinder sind robust und verzeihen Fehler und können auch davon lernen, wenn Mama und Papa nicht immer 100% perfekt, sondern authentisch reagieren.

Was tun bei Wutanfällen?

  • Nehmt Wutanfälle bitte nicht persönlich! Lieber einmal innehalten, kurz wegdrehen, atmen, um dann ruhiger auf das Kind zu reagieren!
  • Am 28.09.2022 startet wieder “Kleine Menschen mit großen Gefühlen - Gefühlsstürme gemeinsam meistern”!
  • Mit meinem Coaching-Programm “Kleine Menschen mit großen Gefühlen” unterstütze ich Eltern dabei, ihre Kleinkinder bei Wutanfällen gelassen zu begleiten ohne sich selbst aus den Augen zu verlieren!

Know-Wow

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Hi, ich bin Annika, Expertin für frühkindliche Entwicklung und Spezialistin für die Beratung von Familien. Ich zeige dir, wie du dein Kind friedlich und bedürfnisorientiert durch die Autonomieentwicklung ("Trotzphase") begleitest.

Bedürfnisorientiert. Selbstbestimmt. Ganzheitlich.

Du bekommst hier und auf meinem Instagram Kanal @deine_familienbande jede Menge wertvolles Knowhow und Impulse für deinen Alltag