Februar 21, 2022

„Nein, das darfst du nicht!“

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Mein Kind will was, was es aber nicht bekommt. Wie kann ich das bedürfnisorientiert begleiten? Eine Situation, die häufig im Leben eines Kindes auftritt, z.B. wenn du zuhause nicht möchtest, dass dein Kind diesen guten teuren Schal von dir zum Spielen nutzt. Oder wenn du das Glas einschenken möchtest, anstatt dein Kind es selbst machen zu lassen, weil es gerade halt schnell gehen muss. Denn natürlich könnt ihr als Eltern nicht alle Wünsche erfüllen.

Hier ist meiner Meinung nach schon eins der ersten Missverständnisse bei der bedürfnisorientierten Begleitung. Viele Eltern wollen bindungs- und bedürfnisorientiert begleiten, sind aber verunsichert, wenn sie eine Grenze ziehen möchten. “Wann darf ich denn auch mal nein sagen? Darf ich “Nein” sagen? Oder muss ich jedes Bedürfnis erfüllen?” sind Fragen, die ganz häufig in der Beratung oder im Kurs auftreten.

Aber: Bedürfnisorientiert erziehen oder begleiten bedeutet nicht, alles zuzulassen! Wir sind hier nicht beim Laissez-Faire-Stil

Das erfährst du in dieser Folge:

  • Wie kann ich bedürfnisorientiert Grenzen setzen? Darf ich auch mal Nein sagen?!
  • Ein paar Worte zu Bedürfnissen und Wünschen
  • Wie begleite ich meine Grenze?

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Bis 25. September 2022

Nur für kurze Zeit geöffnet

Mein Coaching-Programm "Kleine Menschen mit großen Gefühlen - Gefühlsstürme gemeinsam meistern" ist aktuell für kurze Zeit geöffnet. Hier erfährst du, wie du dein wütendes Kind gelassen in seiner Autonomieentwicklung begleitest und dich selbst dabei nicht aus den Augen zu verlieren.

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Inhalt:

Angst vor Wutanfällen

  • Vielleicht kennst du das auch, dass du schon Angst vor der nächsten Situation hast, wo du eigentlich lieber “Nein” sagen würdest.
  • Weil du weißt, dass ein Wutanfall vor der Tür steht.
  • Es gibt viele Eltern, die scheinbar regelrecht Angst vor dem explodierenden Kind haben oder Angst davor, durch eine Grenze die Bindung zu schädigen.
  • Dazu erstmal: keine Sorge! Eure Bindung wird nicht geschädigt, nur weil Du Stellung beziehst.
  • Ein Mensch bewegt sich immer in einem sozialen Gefüge und braucht Informationen darüber, was ok ist und was nicht. Wir tarieren uns alle immer wieder aus!
  • Und dein Kind lernt deine jeweiligen Grenzen dadurch kennen. Denn Grenzen brauchen nicht gesetzt werden, Grenzen existieren sowieso.
  • Durch Ich-Botschaften und dem Benennen deiner eigenen Gefühle lernt dein Kind deine Grenzen kennen.

Bedürfnisorientiert begleiten bedeutet nicht, dass du deinem Kind immer alles erlauben oder zugestehen musst

  • Du darfst deine Grenzen oder natürlich existierende Grenzen kommunizieren, denn manche Dinge funktionieren einfach nicht.
  • Denn es gibt einen Unterschied zwischen Wünschen und Bedürfnissen. Bedürfnisse sind universell, jeder Mensch hat sie (natürlich nicht alle zur gleichen Zeit).
  • Damit sind Dinge gemeint wie Hunger, Durst, Sicherheit, Orientierung, Entspannung, Ruhe, ein Dach überm Kopf,...
  • Ein Wunsch ist quasi eine Strategie, um mir ein Bedürfnis zu erfüllen. 
  • Wenn dein Kind dich z.B. zum Spielen auffordert, und du aber lieber gemütlich mit deinem Kind im Bett kuscheln möchtest, könnte es sein, dass ihr beide das gleiche Bedürfnis habt. Das Bedürfnis nach Nähe und Erholung. Nur sieht euer Wunsch, also eure Strategie, um sich das Bedürfnis zu erfüllen, unterschiedlich aus. Du möchtest dich ins Bett einkuscheln und dein Kind möchte sich im Spiel mit dir entspannen.
  • Kein Bedürfnis, keine der beiden Strategien ist “Richtig” oder “Falsch”. Es geht darum, dass ihr einen Weg finden solltet, jeweils die Bedürfnisse zu erfüllen. Oder zu schauen, wer in der Familie gerade in der Lage ist, ein Bedürfnis zeitweilig zurückzustellen (das ist für Kinder natürlich je jünger desto schwieriger!)
  • Du musst also nicht jeden Wunsch erfüllen. Aber es wäre ratsam auf das dahinterliegende Bedürfnis zu schauen und zu überlegen, ob und wenn ja wie, das jetzt erfüllt werden muss oder kann.
  • Ein Beispiel: Vielleicht ist dein Kind enttäuscht, weil es nicht, wie seine größere Schwester, schon auf den Baum klettern kann. Dann ist es frustriert, wütend, traurig und vielleicht resultiert das in einem riesigen Wutanfall.
  • Diese Tatsache kannst du nicht ändern. Dann hilft es erstmal, das Gefühl dahinter zu benennen, dein Kind fühlt sich dann nämlich in seinem Bedürfnis und Gefühlsausdruck gesehen und verstanden. Hör dir dazu auch gern nochmal die Folge “Gefühle begleiten!” an.
  • Und manchmal ist es so, dass du entscheidest, dass dein Kind etwas nicht bekommen soll.

Folgende Dinge sind wichtig: Dein Warum bzw. deine Klarheit!

  • Warum darf dein Kind das nicht bekommen? 
  • Es macht dein Leben wirklich leichter, wenn du dir die Frage stellst, warum du hier “Nein” sagst. Ich will damit nicht sagen, dass du nicht “Nein” sagen darfst, aber ich plädiere für einen sparsamen Umgang.
  • Mir halfen da besonders einige der Fragen aus dem Artikel von “Das gewünschtestes Wunschkind”.
  • Ist es lebensgefährlich, was das Kind will? Wenn Ja, dann ist es natürlich verboten!
  • Ist es ein “Nein” aus Bequemlichkeit? Oder ist es wirklich notwendig?
  • Ist es problematisch, wenn das Objekt, das das Kind haben möchte, kaputt geht?
  • Und wenn du diese Fragen für dich geklärt hast, ist dein “Nein” felsenfest und das spürt dein Kind.
  • Dein Kind merkt, ob du eher überlegst “Hm, ja, kann es das jetzt machen oder nicht” oder ob es keinerlei Diskussionspielraum gibt.
  • Wenn du also deinem Kind ein Eis verwehrst, weil du möchtest, das ihr zuerst Mittag esst, dann kannst du das genauso benennen. Auch wenn es manchmal schwierig ist, das treffende Gefühl herauszufinden.
  • Gefühle ansprechen und ernst nehmen: "Du bist wütend, weil du kein Eis vor dem Essen bekommst. Wenn Du so schreist, verstehe ich Dich nicht."
  • Kinder lernen, Gefühle anderer zu berücksichtigen, indem ihre eigenen ebenfalls berücksichtigt werden.
  • Die Fähigkeit, Gefühle zu berücksichtigen, erfordert eine Menge Wohlwollen.

Du kannst lernen, wie bedürfnisorientiertes Grenzen Setzen funktioniert

  • Auch wenn du es anstrengend findest, die Situation zu begleiten: Dein Ziel sollte nicht sein, die Situation unbedingt schnell beenden wollen, sondern den Emotionen des Kindes wirklich Platz geben: Ich habe Raum für meine Emotionen, das Kind fühlt sich gesehen und verstanden.
  • Hab keine Angst, das Leid zu vergrößern, wenn man Gefühle benennt und begleitet. Normalerweise wird es dadurch besser.
  • Wenn du ganz konkret lernen willst, wie das alles funktioniert und wie du es mit deinem Kind anwenden kannst, damit es sich von dir gesehen und verstanden fühlt und damit auf langfristige Sicht Gefühlsstürme sanfter, vielleicht sogar kürzer ablaufen, oder sogar gar nicht erst entstehen, dann schreib dich doch auf meine Warteliste vom Onlinekurs! Anfang März ist der Kurs für kurze Zeit wieder geöffnet.
  • Für alle auf der Warteliste gibt es als besonderes Geschenk ein 1:1 Speed-Coaching mit mir. 

Deine Annika

Know-Wow

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Hi, ich bin Annika, Expertin für frühkindliche Entwicklung und Spezialistin für die Beratung von Familien. Ich zeige dir, wie du dein Kind friedlich und bedürfnisorientiert durch die Autonomieentwicklung ("Trotzphase") begleitest.

Bedürfnisorientiert. Selbstbestimmt. Ganzheitlich.

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