Juni 21, 2021

Voraussetzungen, damit die Eingewöhnung gelingt

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Steht ihr auch bald vor der Eingewöhnung und damit dem nächsten großen neuen Lebensabschnitt in eurem Familienleben? Gerade habt ihr euch zu zweit oder dritt so richtig eingegroovt! Ihr seid fast nirgendwo ohne euer Kind hingegangen, wie die drei Musketiere. Doch plötzlich soll dein Liebstes ganz alleine bei fremden Menschen bleiben?!

Dein Mama- oder Papaherz schmerzt wahrscheinlich ziemlich bei dem Gedanken an die Eingewöhnung. Dieses kleine Baby sollen wir nun “wildfremden” Menschen anvertrauen? Ein kleines Kind alleine unter so vielen Kindern! Was ist, wenn es alleine weint? Keiner da ist zum Trösten? Wenn es von den anderen Kindern geärgert oder nicht gemocht wird? Wenn die Erwachsenen es nicht mögen? Wie soll jemand anderes außer dir wissen, wie sich dein Kind gut beruhigen kann?!

Keine Panik! Eine Eingewöhnung ist zwar ein riesiger Schritt, aber wenn du einige Dinge beachtest, kann es ein ganz wunderbares neues Kapitel werden.

Eine Eingewöhnung ist ein neuer Lebensabschnitt!

Zunächst einmal: Auch wenn du und dein Kind zu Beginn auf “wildfremde” Menschen stoßt: Genau diese Menschen werden in den nächsten Jahren ganz wichtige Bezugspersonen für dein Kind, aber auch für euch Eltern. Habt Vertrauen in diese neue Beziehung und lasst euch darauf ein. Es ist wichtig, dass auch du innerlich klar bist. Gib deinem Kind die Möglichkeit, diese neue Beziehung einzugehen. Wenn du mit einer positiven Ausstrahlung auf die nahende Eingewöhnung blickst und vor deinem Kind davon sprichst, dann ist der erste Schritt getan, damit die Eingewöhnung gelingt. 

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Was sind die Voraussetzungen für eine gelingende Eingewöhnung

Ich habe hier eine Liste vorbereitet, auf der du nachlesen kannst, woran du eine gute Kita erkennst! Mir ist aber bewusst, dass du - aufgrund der angespannten Kita-Platz-Situation - nicht immer deine Wunschkita auswählen kannst. Versuche, die Punkte, die dir am wichtigsten sind, auf deine Situation zu übertragen.

Solltet ihr euch einmal für eine Kita entschieden haben, dann ist nun die Frage, unter welchen Voraussetzungen die Eingewöhnung in der Kita gut gelingen kann:

Nr. 1: Die Kita, das Personal und ihr Konzept sollte euch als Familie zusagen.

Ihr solltet - zumindest was das Personal angeht - ein gutes Gefühl haben. Bei vielen anderen Punkten könnt ihr Abstriche machen, für mich zählen aus fachlicher Sicht die Menschen, die dort arbeiten und die Beziehungsqualität, die sie mit den Kindern und untereinander leben.

Nr. 2: Dein Kind sollte das Gefühl haben, dass die Kita ein sicherer, positiver Ort ist und dass es neue Beziehungen eingehen “darf”!

Wenn du noch unsicher bist, ob der Kita-Start wirklich das Richtige für dein Kind ist, dann spürt es das. Es spürt, dass eine seiner wichtigsten Bezugspersonen noch nicht bereit ist für den Schritt und wird ebenfalls nicht frohen Mutes in die große weite Welt hinaus staksen und diese erkunden. 

Besprich deine Sorgen und Ängste mit dem Kita-Personal, mit der Leitung oder der zukünftigen Bezugsperson und klärt eure Möglichkeiten ab (Ängste abbauen, Start verschieben, jemand anderes macht die Eingewöhnung,...)

Nr. 3: Die neue Bezugsperson sollte auch in den Wochen nach der Eingewöhnung nicht direkt im Urlaub sein oder es sollte früh genug eine weitere Person herangeführt werden.

Die Dienstpläne sind häufig eng getaktet, trotzdem sollte meiner Ansicht nach darauf geachtet werden, dass ein:e Pädagog:in nicht direkt im Anschluss an eine Eingewöhnung im Urlaub ist. Sollte es nicht anders zu organisieren sein, sollte früh genug ein:e weiter:e Pädagog:in miteinbezogen werden.

Nr. 4: Ihr als Familie solltet nicht während oder kurz nach der Eingewöhnung im Urlaub sein.

Nicht wenige Eltern wollen gerne den Rest der verbleibenden Elternzeit als Familienzeit nutzen und planen Urlaub nach der gelungenen Eingewöhnung. Das ist leider äußerst ungünstig, weil das Kind - besonders zu Beginn - möglichst einen kontinuierlichen Kita-Rhythmus benötigt, um zu verstehen, dass es dort nun wirklich täglich hingeht.

Ansonsten ist leider zu befürchten, dass ihr - nach eurem Urlaub - einen “Rückschritt” in der Eingewöhnung machen müsst und erneut für ein paar Tage euer Kind in der Einrichtung begleiten müsst. Das haben aber viele Eltern nicht eingeplant, die Arbeit ruft und dann droht die Gefahr, dass ihr euer Kind weinend dort abgeben müsst.

Ob eine Eingewöhnung gelingt, wurde auch wissenschaftlich erforscht. In der Wiener Krippenstudie (Datler, 2012) wurde zum Beispiel herausgefunden, dass es von der Qualität der Einrichtung, dem Temperament und Verhalten des Kindes und der Eltern sowie vom kindlichen Bindungsverhalten abhängt, ob eine Eingewöhnung gelingt.

Wann ist eine Eingewöhnung “gelungen” bzw. abgeschlossen?

Eine Eingewöhnung gilt dann als gelungen, wenn das Kind eine sichere Beziehung zur neuen Bezugsperson aufgebaut hat. Das lässt sich daran erkennen, dass das Kind sich in belastenden Situationen wie z.B. der Trennung von der Fachkraft trösten lässt und danach neugierig und unbeschwert beginnt, die Kita zu erkunden. Auch die sogenannten Schlüsselsituationen geben Auskunft darüber, ob ein Kind in der Kita gut angekommen ist, nämlich, wenn es gemeinsam mit den anderen Kindern isst, sich von der Bezugsperson wickeln lässt und wenn es in der Kita einschlafen kann.

Eine Eingewöhnung ist ein hoch komplexer Vorgang, daher werde ich mich für euch auch in den nächsten Wochen diesem Thema widmen. Nachdem du in diesem Artikel die grundsätzlichen Voraussetzungen für ein Gelingen der Eingewöhnung kennengelernt hast, erfährst du im nächsten Blogartikel die genauen Schritte einer Eingewöhnung.

Schreib mir gerne, wenn du Fragen zum Thema hast!

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Hi, ich bin Annika, Expertin für frühkindliche Entwicklung und Spezialistin für die Beratung von Familien. Ich zeige dir, wie du dein Kind friedlich und bedürfnisorientiert durch die Autonomieentwicklung ("Trotzphase") begleitest.

Bedürfnisorientiert. Selbstbestimmt. Ganzheitlich.

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