Juni 5, 2023

Umzug mit Kleinkind – Tipps zur Vorbereitung

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Intro: 

Ein Umzug kann für ein Kleinkind eine herausfordernde und verwirrende Zeit sein. Wir schauen uns heute mal an, was ein Umzug entwicklungspsychologisch für dein Kind bedeutet. Natürlich wollen wir uns heute außerdem einige Schritte ansehen, die deinem Kind helfen, einen Umzug gut zu verarbeiten. So kannst du dein Kleinkind sinnvoll auf einen Umzug vorbereiten.

Das erfährst du in dieser Folge:

  • Was ein Umzug für ein Kleinkind bedeuten kann
  • Wie du dein Kind sinnvoll vorbereiten kannst
  • Ideen, um deinem Kind den Übergang zu erleichtern

Übrigens: 

  • 1 x im Monat beantworte ich Fragen von euch ausführlich im Podcast. Hast du auch eine konkrete Frage, um dein Kind besser zu verstehen? 
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Ein Umzug ist ein belastendes Lebensereignis

Auch für uns Erwachsene ist ein Umzug ein krasses Ereignis. Man spricht da in der Entwicklungspsychologie von einem “kritischen Lebensereignis”. Da gehören natürlich noch weitere zu: Genannt werden hier z.B. in der Stressforschung häufig Übergänge in einzelnen Lebensphasen, aber auch eine Scheidung, Tod einer nahestehenden Person, ein Unfall oder eine schwere Krankheit, Wohnungs- und Stellenwechsel oder der Verlust des Arbeitsplatzes. 

Und wichtig ist auch die Info: Kritische Lebensereignisse sind natürlich eine Belastung, können in der Regel aber bewältigt werden. 

Das erfährst du in dieser Folge:

  • Was ein Umzug für ein Kleinkind bedeuten kann
  • Wie du dein Kind sinnvoll vorbereiten kannst
  • Ideen, um deinem Kind den Übergang zu erleichtern
  • Das vorweg genommen erklärt vllt: Ein Umzug kann für ein Kleinkind psychologisch eine Vielzahl von Reaktionen und Emotionen hervorrufen. Jedes Kind reagiert individuell auf Veränderungen, daher können die Auswirkungen unterschiedlich sein. Hier sind einige mögliche psychologische Auswirkungen, die ein Umzug auf ein Kleinkind haben kann:

Psychologische Auswirkungen eines Umzugs auf ein Kind

  • Verlust von Vertrautem: Ein Umzug bedeutet für das Kind den Abschied von seinem vertrauten Umfeld, wie zum Beispiel dem alten Zuhause, der Kita oder der Nachbarschaft. Dies kann ein Gefühl des Verlustes oder der Trauer auslösen.
  • Ängste und Unsicherheit: Ein Umzug bringt viele unbekannte Elemente mit sich, wie ein neues Zuhause, neue Menschen und möglicherweise eine neue Umgebung. Diese Veränderungen können Ängste und Unsicherheit beim Kind hervorrufen, da es sich in einer ungewohnten Situation befindet.
  • Trennungsangst: Kleinkinder können sich enger an ihre Eltern binden und während eines Umzugs verstärkte Trennungsangst entwickeln. Sie können ängstlich sein, ihre Bezugsperson zu verlieren oder sich von ihr getrennt zu fühlen.
  • Anpassungsschwierigkeiten: Ein neues Zuhause und eine neue Umgebung bedeuten auch, dass das Kind sich an neue Routinen, Regeln und Menschen anpassen muss. Dies kann eine gewisse Zeit der Anpassung erfordern und möglicherweise zu Verhaltensänderungen führen.
  • Emotionale Ausdrucksweise: Ein Umzug kann bei einem Kleinkind verschiedene Emotionen hervorrufen, wie zum Beispiel Angst, Traurigkeit, Wut oder Aufregung. Kinder können ihre Gefühle möglicherweise durch Verhaltensweisen wie Weinen, Rückzug oder verstärktes Bedürfnis nach Nähe ausdrücken.
  • Es ist wichtig, dass Eltern während des Umzugs einfühlsam und unterstützend sind. Indem sie das Kind in den Vorbereitungsprozess einbeziehen, offen über Veränderungen sprechen, Ängste und Sorgen ernst nehmen und eine sichere und liebevolle Umgebung schaffen, können sie dazu beitragen, dass das Kind den Umzug besser bewältigt und sich schneller in der neuen Situation zurechtfindet.

Eltern sollten die Gefühle ihres Kindes ernstnehmen

Wichtig ist, wie immer, sensibel für die Gefühle des Kindes zu sein und diese anzuerkennen und zu validieren. Umzüge können für Kinder stressig sein und verschiedene Emotionen hervorrufen, wie zum Beispiel Angst, Aufregung oder Traurigkeit. 

Habt Verständnis für diese Gefühle! Bei kleineren Kindern kann sich das in unruhigen Nächten, Suche nach Nähe, Verunsicherung und Tränen ausdrücken. Räumt eurem Kind und euch Zeit ein, um gut in der neuen Umgebung anzukommen.

Konkrete Tipps, wie du dein Kleinkind auf den Umzug vorbereiten kannst

Ich habe außerdem in euren Reihen nach Ideen und Vorschlägen gesammelt. Vielen Dank für eure zahlreichen Einsendungen! Die Vorschläge gehen wir jetzt mal gemeinsam durch. Wir gehen mal chronologisch an die Umzugssituation heran:

Vor dem Umzug:

  • Kommunikation: Es ist wichtig, das Kleinkind frühzeitig, aber alters- und entwicklungsgerecht über den Umzug zu informieren. Verwenden Sie einfache Worte und erklären Sie, dass sich das Zuhause ändern wird, aber dass die Familie zusammenbleibt. Lassen Sie das Kind auch Fragen stellen und beantworten Sie sie geduldig.
  • Es ist wichtig, dem Kind von dem Umzug zu erzählen und es auf die Veränderungen vorzubereiten. Kinder brauchen Zeit, um sich an neue Situationen anzupassen. Eine Faustregel könnte sein: Je jünger das Kind ist, desto “kurzfristiger” ist eine Vorbereitung sinnvoll. Denn im Alter von 1- 1,5J. fehlt da einfach noch das zeitliche Vorstellungsvermögen sowie auch das kognitive Verständnis für die Veränderung. 
  • Bei einem ca. 2-Jährigen Kind würde ich so 2-3 Wochen vorher mit der Vorbereitung anfangen und vorher immer mal wieder das Thema Umzug erwähnen.

Achtung: Beobachte dein Kind individuell

  • Achtet sensibel auf die Gefühle eures Kindes. Manche Kinder sind von bevorstehenden Veränderungen verunsichert.
  • Begleitet die Gespräche mit Bildern vom neuen Haus, vielleicht Kinderbücher.
  • Ihr könntet die neue Wohnung oder das Haus besuchen.
  • Falls ihr viel selbst renoviert: Kind gelegentlich mal mitnehmen, sodass es den Prozess miterlebt und sich an die neue Umgebung gewöhnt.
  • Kinderzimmer selbst einrichten lassen bzw. mitbestimmen lassen: Neue Möbel, vllt eine Wandfarbe aussuchen lassen.
  • Kisten mit packen lassen und darüber ins Gespräch kommen. Aber Achtung: manche Kinder können davon verunsichert werden, weil sie sich nicht vorstellen können, warum die Sachen nun im Karton sind. 
  • Sie können dann nicht nachvollziehen, dass sie die Sachen woanders wieder auspacken werden.
  • Wenn du den Eindruck hast, dein Kind kommt gut damit zurecht, kannst du ihm natürlich kleine Aufgaben geben und miteinbeziehen. Kinder freuen sich, involviert zu sein und fühlen sich selbstwirksam.
  • Rollenspiele: Viele Kinder verarbeiten Veränderungen gut durch Rollenspiele. Wenn es dein Format ist, dann nutze diese Möglichkeit, um das Thema Umzug spielerisch zu erkunden. Vielleicht können die Kuscheltiere oder Puppen umziehen?! Vielleicht öffnet sich dein Kind und drückt mögliche Ängste und Sorgen aus und verarbeitet die neue Situation.

Am Umzugstag selbst:

  • Vertraute Betreuung für die Zeit rund um den Umzug organisieren, damit das Kind sich sicher fühlt und nicht zu kurz kommt, wenn die Eltern eingebunden sind.
  • Es nützt euch Eltern nichts, wenn euer Kind in dem Chaos mit dabei ist, das ist fürs Kind verunsichernd und für euch stressig.
  • Vielleicht könnte am Umzugstag selbst eine kleine Kiste mit Spielzeug noch nicht verpackt sein, die das Kind mit der Betreuungsperson selbst eingepackt und dann selbst in die neue Wohnung bringt. Das Kind macht so symbolisch einen Teil des Umzugs selbst. Ich könnte mir vorstellen, dass das manchen Kindern beim Übergang helfen kann.
  • Zudem gibt es rund um den Umzug natürlich auch Sicherheitsaspekte, die unbedingt bedacht werden müssen.
  • Wir alle wissen, dass während eines Umzuges viele Dinge herumliegen, die nichts für Kleinkinder sind
  • Also hier nochmal die Sensibilisierung: Achtung vor verschluckbaren Kleinteilen, scharfen Gegenständen, Reinigungsmittel etc.
  • Vielleicht könnt ihr sowohl in der alten Wohnung als auch in der neuen eine Art sicheren “Kleinkindbereich” schaffen. Ein Zimmer, das bereits ausgeräumt wurde oder noch nicht eingeräumt wurde.
  • Wenn möglich, schon vor, aber sonst rund um den bzw. nach dem Umzug: Neue Gegend erkunden, neuen Weg zur Kita abfahren, neue Kita schon im Vorfeld anschauen.

Nach dem Umzug: 

  • Macht das Kinderzimmer bzw. die Sachen des Kindes als erstes fertig, um den Übergang zu erleichtern und mit den eigenen Sachen ein gewohntes Bild herzustellen.

Welche Kinderbücher empfehle ich zum Thema Umzug? 

  • Es gibt wirklich zahlreiche Kinderbücher, die das Thema Umzug auf die unterschiedlichste Art und Weise betrachten.
  • Alle haben ihre eigene Perspektive dazu. Ich finde es unheimlich schwierig, hier eine Empfehlung auszusprechen. Schau bitte selbst, was zu eurer Situation am besten passt!
  • Viele Bücher sind für ältere Kinder, daher sollten die meisten sowieso angepasst vorgelesen bzw. besprochen werden.

Ich hoffe, ich konnte euch einen Überblick über das Thema Umzug mit Kleinkind und die sinnvolle Vorbereitung dafür geben. Bedenkt, dass alles sehr individuell ist. Nicht jedes Kind reagiert so stark, bei manchen zeigen sich mögliche Reaktionen erst später, bei anderen gar nicht. Ich wünsche Dir viel Kraft für alle bevorstehenden Umzüge!

Deine Annika

Know-Wow

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Hi, ich bin Annika, Expertin für frühkindliche Entwicklung und Spezialistin für die Beratung von Familien. Ich zeige dir, wie du dein Kind friedlich und bedürfnisorientiert durch die Autonomieentwicklung ("Trotzphase") begleitest.

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